Gesundes Klima durch Hygrometer

Von Johannes Zink

In der Heizperiode wird es in heutigen Wohnungen oft zu feucht, da aus Gründen von Schallschutz und Energiekosten Fenster und Türen sehr dicht schließen. Wenn keine ausreichende Wohnungslüftung erfolgt, dann ist insbesondere in älteren Gebäuden nicht selten Schimmelbildung die Folge. Das lässt sich leicht vermeiden, wenn man sein Raumklima kennt. Um beim Autofahren die Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten zu können, benutzt man ein Tachometer. Wer sich über die Wohnfeuchte orientieren möchte, der kann dies mit Hilfe eines Hygrometers tun. Denn auch hier gibt es klar definierte Grenzen, um gesund um schimmelfrei wohnen zu können.
Bei Einhaltung von 40-50% relativer Feuchte in den kalten Wintermonaten (bei 19-21°C Raumtemperatur) ist Schimmelbildung nahezu ausgeschlossen, so lange keine Baumängel oder ungünstige Möblierung vorliegen. Weil wärmere Luft mehr Feuchte aufnimmt, sind in den milden Übergangsmonaten 50-60% relative Feuchte in Wohnungen normal. Eine Kontrolle ist ohne ein Hygrometer nicht möglich. Um diese Werte auch einzuhalten, hat es sich bewährt, mindestens drei Mal täglich gründlich, d. h. mit ganz geöffneten Fenstern zu lüften. Das geht immer, etwa morgens beim Aufstehen, nachmittags beim Heimkommen und abends beim Schlafengehen. Im Herbst sind 10-15 Minuten Lüftungsdauer erforderlich, bei kalten Wintertemperaturen genügen maximal 5 Minuten. Werden die genannten Grenzwerte auf dem Hygrometer öfter überschritten, so ist das ein Zeichen dafür, dass zusätzlich gelüftet werden sollte. Ohne Hygrometer könnte man diesen Bedarf garnicht erkennen.

Wohnklima-Hygrometer
Ein spezieller Einsatzbereich ist beim Wohnklima die Vermeidung des Schimmelrisikos. Dieser kann in Herbst und Winter leicht entstehen, wenn erhöhte Luftfeuchtigkeit an kalten Stellen der Baukonstruktion kondensiert. Das informative Zifferblatt des „Wohnklima-Hygrometers“ befähigt den Anwender dazu, jederzeit eine erhöhte Wohnfeuchte zu erkennen, sowohl in kalten und warmen Räumen. Hierzu werden in Thermometer- und Hygrometerskala drei Temperaturzonen farblich unterschieden. Bei Überschreiten des empfohlenen Feuchtebereichs hilft Fensterlüftung während der Heizperiode, die Wohnfeuchte zu regulieren und Schimmel zu vermeiden.

Verfasser:
Dipl.-Ing. Johannes Zink | Schimmel-Beratung Nord | Steindamm 70 e | 22844 Norderstedt
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